Equal Pay Day: Öffentlicher Dienst muss als Vorbild vorangehen!

Frauen werden nach wie vor schlechter bezahlt als Männer. Daran erinnert der Equal Pay Day, der dieses Jahr am 20. Oktober stattfindet. Der öffentliche Dienst hat geringere geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede. Dennoch liegen die mittleren Einkommen von Frauen auch im Bundesdienst unter jenen der Männer. Der öffentliche Dienst muss als Vorbild vorangehen. Unser Ziel ist erst dann erreicht, wenn die Einkommensschere ganz geschlossen ist. Bis dahin werden wir nicht locker lassen.

Während Frauen in Österreich durchschnittlich um rund 20 Prozent weniger verdienen als Männer, beträgt der geschlechtsspezifische Einkommensunterschied im öffentlichen Dienst etwa 11 Prozent. Der geringere Unterschied im öffentlichen Dienst ist den gesetzlich fixierten Entlohnungsschemata zu verdanken. Kommen doch Frauen bekannterweise bei individuellen Gehaltsvereinbarungen in anderen Bereichen regelmäßig zu kurz.

Die Zahlen haben sich in den letzten Jahren auch dank sozialdemokratischer Frauenpolitik verbessert. Maßnahmen wie die Einkommenstransparenz, die gesetzlich verpflichtenden Frauenförderprogramme und regelmäßige Berichte haben sich positiv auf den Gender Pay Gap ausgewirkt.

Bisher ist es dennoch nicht gelungen, die Einkommensschere im öffentlichen Dienst ganz zu schließen. Ein Grund dafür ist, dass Frauen in Führungspositionen auch im Bundesdienst noch immer unterrepräsentiert sind. „Dass die türkis-blaue Bundesregierung nicht vor hat, daran etwas zu ändern, hat sie bereits unter Beweis gestellt: Unter den insgesamt zwölf Generalsekretären der Regierung ist genau eine Frau. Unser Einsatz für Lohngerechtigkeit ist also gerade jetzt wieder verstärkt gefordert“, erklärt Susanne Schubert, FSG-GÖD Frauenvorsitzende.

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